Die Simca Zeit 1934-1978

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Talbot -

Die Freude am Automobil

SIMCA

Geschichte der französichen Automobilfabrik 1934 - 1978

1934 gründete Henry-Theodore Pigozzi die Societe Industrielle de Mecanique et Carrosserie Automobile, Simca in Nanterre/Frankreich.

Er hatte die Absicht, verschiedene Fiat-Modelle in Lizenzfertigung nachzubauen. Die ersten Wagen, die das Werk verließen, entsprachen dem Fiat Tipo 508 Balilla. Bald darauf wurde die Produktion eines Wagens aufgenommen, der sich eng an den Fiat Tipo 518 Ardita anlehnte. Der Simca Cinq entsprach dem Fiat 500 Topolino. Nur der Simca Huit entfernte sich in einigen Punkten von seiner Vorlage, dem Fiat 1100. Verschiedene Wagen der beiden letzten Serien wurden von Amédé Gordini zu Rennwagen umgerüstet, und 1939 gewann ein Simca Huit in Le Mans ein Leistungsrennen.

 

Der Simca Aronde, das erste fast vollständig von Simca entwickelte Auto, wurde 1951 der Öffentlichkeit vorgestellt. Er war als Gegenstück zum Peugeot 203 gedacht und besaß als erster in Nanterre gebauter Wagen eine selbsttragende Karosserie. Er wurde ein wirklich überwältigender Verkaufserfolg. Schon im ersten Produktionsjahr wurden 21.000 Aronde gebaut, bis 1959 waren es schon über 200.000

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1954 bot sich der Firma eine günstige Gelegenheit, auch den Motorbau zu verstärken: Sie übernahm damals das Ford-Werk in Poissy sowie die Rechte für die Lizenzfertigung der Vedette, die daraufhin unter dem Namen Simca Vedette verkauft wurde. Ford war zu diesem Schritt aufgrund des immer größer werdenden Defizits seines Werks in Poissy gezwungen worden. Innerhalb kurzer Zeit wurde das Werk in Poissy zur Hauptproduktionsstätte.

1961 wurde das Automobilwerk von Nanterre an Citroen verkauft.

1957 stellte Simca den Vierzylinder Ariane vor, für den ein Aronde-Motor mit einem Vedette-Fahrwerk kombiniert wurde.

 

Zwei Jahre später übernahm Simca das Unternehmen Talbot, man sah jedoch bald davon ab, dessen Markenzeichen weiterzuverwenden.

 

Zur gleichen Zeit begann aufgrund einer kurzsichtigen Unternehmenspolitik der Niedergang des Unternehmens. Man beschloss damals, 15% des gesamten Aktienkapitals, das man mit dem Kauf des Werks von Poissy von Ford übernommen hatte, an Chrysler abzugeben. Mit dieser Entscheidung hatte man dem Trojanischen Pferd Tür und Tor geöffnet. Wenig später erklärte Chrysler, man wolle den Aronde nun auch auf den australischen Markt bringen, wozu man die Fabrikation nach Adelaide verlegen würde.

Der Vedette (acht Zylinder, 84 PS) wurde noch bis 1961 in Frankreich gebaut. Danach wurde auch die Produktion dieses Modells ins Ausland, nach Brasilien, verlegt, wo es bis Ende der sechziger' Jahre in Lizenz gebaut wurde.

 

1962 kam der Simca 1000 auf den Markt, ein Kleinwagen mit Heckmotor und einem etwas kantigen Äußeren. Im Jahr darauf vergrößerte Chrysler seinen Anteil am Simca­Stammkapital auf 63%. Fast gleichzeitig wurde das Simca­Produktionsprogramm um drei neue Modelle, den 900, den 1300 und den 1500, erweitert.

 

1964 verstarb Henry-Theodore Pigozzi, und schon drei Jahre später hatte Chrysler seinen Aktienanteil auf 77% erhöht.

 

1968 kam mit dem Simca 1100 ein moderner Fließhecktyp, mit Quermotor und Frontantrieb der dem beliebten Renault 16 ähnelte, aber wesentlich robuster war als die allgemein als nicht sehr zuverlässig angesehenen Simca Modelle 1000, 1300 und 1500.

 

1970 übernahm Simca die Abteilung Automobilbau des Unternehmens Matra, während Chrysler seinerseits bald Simca völlig kontrollierte.

Zu dieser Zeit hielt Chrysler schon 99% des Simca-Aktienkapitals, und nun wurde Simca in Chrysler France umbenannt und die Marke Simca nach und nach durch Chrysler ersetzt.

Das letzte Modell, das Chrysler Simca auf den Markt brachte, war der Horizon, der im Febuar 1978 vorgestellt wurde.

 

Chrysler's Versuche über Simca in den europäischen Automarkt vorzudringen, scheiterten schon im Sommer 1978, der US-Konzern verkaufte Simca an Peugeot und die neuen Besitzer boten die im Werk des einstmals ungeliebten Konkurrenten gefertigten Autos nun als Talbot an.

Henry-Theodore Pigozzi