Matra Bagheera Sonderserien / Prototypen (1973 - 1980)

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Sonderserien (1973 - 1980 )

 

Sonderserien und Ausstattungen vom Matra Bagheera

 

Der Matra Simca Bagheera Courrèges Serie 1 wurde der Presse am 30. September 1974 präsentiert. Dieses seltenste aller Bagheera Modelle, wurde zuerst mit dem Motor 7CV 1294cm3 mit 84ch ausgestattet und bekam dann später den 8cv Motor mit 90PS 1442cm3 aus dem Bagheera S-Modell, als dieser zur Verfügung stand.

Der international bekannte und anerkannte Modedesigner André Courrèges, wird von Matra kontaktiert, um ein besonderen Design für den Bagheera zu entwerfen. Das Design symbolisiert Modernität und zeigt eine schicke Seite des Wagens.

Der Bagheera Courrèges genießt also sehr zahlreiche Änderungen im Vergleich zur Grundversion. Nicht getönte Fensterscheiben, Alufelgen, spezifische Logos auf den Türen und auf der Heckklappe. Weiße Außenspiegel, Wischerarme in Silbergrau, weiße Verriegelungen der Heckklappe ab, weiße Lüftungsgitter und weiße Stoßstangen sowie eine glänzende weiße Karosserie.

Der Innenraum wird durch die Farben beige/weiß dominiert

In Beige gehalten sind das Armaturenbrett, der Schalthebel. fliegt, Türverkleidungen, Armlehnen Sonnenblenden und die Sicherheitsgurte. In Weiß gehalten sin die Sitze aus Velours, der Dachhimmel, die Heckablage, der Rückspiegel und die Dachgriffe.

Die Heckklappenverriegelung sowie die Sitzverstellung sind aber in Silbergrau.

Von der Serie I wurden von 1975 bis 1976 insgesamt 216 Exemplare gebaut.

 

 

zusätzliche Ausstattung:

  • einzige Farbe: weiß
  • Stoßfänger und Außenspiegel in weiß
  • Leichtmetallfelge
  • Silbergraue Wischerarme
  • Logo "AC" auf der linken Tür
  • Logo "Courreges" auf Frontflügel. g
  • Nicht getönt Fenster
  • elektr. Fensterheber
  • beheizbare Heckscheibe
  • Sicherheitsgurte in beige
  • Analoge Quarzuhr
  • Radio Vorbereitung
  • herausnehmbare Taschen an den Türverkleidungen
  • Leichtmetallfelgen mit Speichen 9 Phillips
    • Reifen vorn: 155HR13
    • Reifen hinten: 185HR13
  • Optionen:
    • Vinyl Dachverkleidung
    • Radio-K7

 

Serie I.

Der Matra Simca Bagheera Courrèges Serie II wurde vom Juli 1976 bis zum Juli 1977 hergestellt.

Er erhält die neue Linie des Bagheera´s Serie 2 mit einer neuen Innenausstattung die im Vergleich zu Courrèges Serie I geändert ist:

Sitze aus Kunstleder in beige statt weiß, und der Schriftzug "Matra-Simca" auf der Front jetzt in Gold statt in schwarz. Der Bagheera Courreges Serie II wurde in 445 Exemplaren bis 1977 produziert, er hatte den Motor 1442cm³ ,90 PS mit zwei Vergasern.

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Ausstattung:

  • Farben: weiß
  • beige Kunstleder-Sitzbezüge
  • Monogramm " Matra-Simca" in Gold statt Schwarz

 

Serie II.

Der Matra Simca Bagheera Jubilé wurde im März 1979 vorgestellt, dabei handelte es sich um eine Spezialreihe auf Basis des Bagheera S, entworfen von Vic Dial (wie auch den Chrysler-Simca Horizon "Jubilé" und Simca1308 "Jubilé")

Der Bagheera Jubilé wurde in 1279 Exemplaren hergestellt. Als Motorisierung hatte er den 1442cm³ Motor mit 90PS und zwei Vergasern.

 

Zusätzliche äußerliche Ausrüstungen:

  • verfügbare Farben:
    • Silber-Metalic
    • Schwarz-Metalic
    • Laser Rot-Metallic
    • Scott Grün-Metallic
  • Alufelgen
  • Schiebedach mit Spoiler.

 

Innenausstattung:

  • Sitzstoff-Farben:
    • Velours Schwarz
    • Velours Grau
    • Velours Grün
  • Dachhimmel: Schwarz oder Grau
  • Amaturenbrett in Schwarz oder Grau
  • elektr. Fensterheber
  • getönte Scheiben
  • Autoradio

 

Bei der Vorstellung im April 1973 wurde der Bagheera mit dem kleinen, aber genialen 1294 cm³ 84 PS Motor ausgestattet und Matra kündigte eine zusätzliche GT-Version mit einem größeren Motor an. Im Juni 1973, wurde ein Original Prototyp des Bagheera U8 (M560) vorgestellt. Die Fahrzeugplattform des Basis Modelles wurde verlängerten und ein Motor basierend auf zwei 4-Zylinder-Motoren die in U-Form im 80° Winkel in einem gemeinsamen Gehäuse und durch Kettenantrieb verbunden waren, eingebaut. Der vorgestellte Prototyp des U8 war allerdings noch nicht fahrbereit, aber Design mit dem der Prototyp ausgestattet war, hatte das Niveau das Ansehen der gesamten Bagheera Serie zu steigern. Es wurden geänderte Rückleuchten eingebaut und der Platz für das Nummernschild wurde vertieft, die hinteren Kotflügel wurden mit Belüftungsöffnungen für eine bessere Luftzufuhr des Motors ausgestattet und die Stoßstangen bekamen farbige Zierleisten.

 

Der Antriebsstrang bestand also aus zwei Motoren, einem aus dem Simca 1100 Spezial und einer aus dem Simca Rallye II sowie ein 5-Gang-Porsche-Getriebe. Jeder Motor hatte 1294 cm³ und waren sonst absolut identisch, die Ausnahme bestand darin, dass sie entgegengesetzte Drehrichtung hatten. Die Art also, wie sie platziert wurden, ermöglichte das sie sich in die gleiche Richtung drehen, und die Kraftübertragung der Kurbelwelle des links angeordneten Motor per Kettenantrieb an die Kurbelwelle des rechten Motors übertragen wurde. Am rechten Motor war das 5-Gang-Porsche-Getriebe angebracht. Zentrum und die Abgasanschlüsse für den Auspuff auf der Außenseite zu stellen. Der U8 hatte damit einem Hubraum von 2.588 cm³ (76,6 x 70 mm) mit 168 PS bei 6.200 U/min bei einem maximalen Drehmoment von 22 Nm bei 4000 U/min und einem Kompressionsverhältnis von 9,8:1. Die Kraftstoffversorgung erfolgte durch zwei Benzinpumpen mit vier Weber Doppel-Vergaser 36 DCNF, zwei zylindrische Luftfilter und zwei Zündverteiler. Es war praktisch ein V8-Motor.

 

Auch andere Arten der Kraftübertragung der einzelnen Motoren auf den anderen wurden getestet, aber es war nur der mit Kettenantrieb erfolgreich. Die Anordnung der beiden Motoren war dabei der schwierigste Teil.

 

Nach dem man den U8-Motor erstellt hatte, ging es nun darum die erfolgreiche Montage des Antriebes in den Bagheera zu studieren. Aus diesem Grund wurde dann bei einem Basis Bagheera das Heck des Wagens abgeschnitten und durch ein Rohrgestell ersetzt. Diese Studie sollte dazu beigetragen, die notwendigen Änderungen am Motor und dem Wagen zu definieren, und ist dann in die erfolgreiche Realisierung von zwei fahrbereiten Prototypen gemündet. Von diesen beiden Prototypen wurde nur einer verwändet um Tests durchzuführen, der andere war nur als Vorzeige-Studie gedacht.

 

Insgesamt wurde das Projekt ungefähr 18 Monate verfolgt, musste dann leider aus wirtschaftlichen Gründen gestoppt werden. Ausschlaggebend war die Ölkrise von 1975 sowie der Verbrauch des U8 mit seinen 4 Vergasern, der lag ungefähr bei 28l auf 100Km!!!

 

Allerdings hat der Bagheera U8 mit dem U-Motor tatsächlich funktioniert und mit dem Prototyp Nr. 1 wurden insgesamt 15.000Km auf der Stecke zwischen Paris-Frankfurt erfolgreich getestet. Nach den abgschlossenen Test wurde leider der Prototyp Nr.1 zerstört.

Der Prototyp Nr. 2 ist heute im Matra-Museum in Romorantin ausgestellt.

 

Anpassungen gegenüber Serien-Modell:

 

  • Karosserie:
    • Verlängerung der Radstand 237-260 cm
    • Verlängerung der Fahrzeugplattform auf eine Gesamtlänge von 397 bis 414 cm
    • Verbreiterung der Radhäusern um 5 mm der hinteren Kotflügel mit Belüftungsöffnungen.

 

  • Bremsanlage:
    • innenbelüftete Scheiben

 

  • mechanische Hauptänderungen:
  • 2 miteinander Verbundene Vierzylinder Motoren
  • Porsche 5-Gang-Getriebe
  • 4 Weber-Doppelvergasser
  • Fahrwerk
  • spezielle Felgen
  • Vorderreifen: 185/70 / VR14
  • Hinterreifen: 205 / 70 / VR14

    80 Liter Tank

    vergrößerte Klappe zum Zugang des Motors