AVENGER

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Talbot -

Die Freude am Automobil

Chrysler/Sunbeam/Hillman/ Talbot AVENGER 1970-1981

 

Hillman Avenger 1970-1976

CHRYSLER Avenger 1976 - 1979

TALBOT Avenger 1979 - 1981

 

(In verschiedenen Märkten auch als: SUNBEAM Avenger, Sunbeam 1250 / 1300 /1500, Plymouth Cricket, Dodge 1500 /1500M /1800, Dodge Polara, VW 1500 )

Technische Daten

Ausfürungen: Limousine
(2 türig)
Limousine
(4 türig)
Kombi (3 türig) Kombi
 (5 türig)
Coupe Cabrio Cabrio Limousine Lieferwagen PickUp

 X =   vorhanden

X

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Baujahre:

1970-1981

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1970-1981

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Leistung (in PS):

siehe Modelle

Hubraum (in ccm)

siehe Modelle

Höchstgeschwindigkeit:

siehe Modelle

Zylinder:

4 (in Reihe)

Ausstattungsvarianten:

siehe Modelle

Modelle

Hillman Avenger

Bauzeitraum Bezeichnung Hubraum Motorleistung Höchstgeschwindigkeit Bauformen
1970-1973 Avenger DL / Super / GL 1248 cm³ 53 PS (39 kW) 130 km/h Limousine / Kombi
1970-1973 Avenger GL 1498 cm³ 63 PS (46 kW) 146 km/h Limousine / Kombi
1970-1973 Avenger GT 1498 cm³ 75 PS (55 kW) 154 km/h Limousine / Kombi
1972-1973 Avenger GLS 1498 cm³ 75 PS (55 kW) 159 km/h Limousine / Kombi
1972-1973 Avenger Tiger 1498 cm³ 92,5 PS (69 kW) 174 km/h Limousine
1973-1976 Avenger 1300 Super 1295 cm³ 57 PS (40 kW) 133 km/h Limousine
1973-1976 Avenger 1300 TC 1295 cm³ 69 PS (51 kW) 146 km/h Limousine / Kombi
1973-1976 Avenger 1600 GLS 1598 cm³ 81 PS (59,6 kW) 147 km/h Limousine / Kombi

Chrysler Avenger

Bauzeitraum Bezeichnung Hubraum Motorleistung Höchstgeschwindigkeit Bauformen
1976-1978 Avenger 1300 GL 1295 cm³ 57 PS (40 kW) 133 km/h Limousine / Kombi
1976-1978 Avenger 1600 GL 1598 cm³ 70 PS (51,5kW) 147 km/h Limousine / Kombi
1976-1978 Avenger 1600 GLS 1598 cm³ 81 PS (59,6 kW) 147 km/h Limousine

Talbot Avenger

Bauzeitraum Bezeichnung Hubraum Motorleistung Höchstgeschwindigkeit Bauformen
1979-1981 Avenger 1300 GL 1295 cm³ 57 PS (40 kW) 133 km/h Limousine
1979-1981 Avenger 1600 GL 1598 cm³ 70 PS (51,5 kW) 147 km/h Limousine / Kombi
1979-1981 Avenger 1600 GLS 1598 cm³ 81 PS (59,6 kW) 147 km/h Limousine

Historie

Entwicklungsgeschichte

Der 1966 unter dem Projektnamen „B-Car“ als Nachfolger des Hillman Minx entwickelte Avenger, sollte eine moderne, kompakte und sparsame Alternative in der Mittelklasse sein.

Der Avenger war eine vollständige Neuentwicklung und übernahm keine technischen Komponenten von anderen Autos der Rootes-Gruppe, obwohl sich einige Details konzeptionell an anderen Modellen orientierten. Er hatte eine selbsttragende Karosserie mit Einzelradaufhängung an den Vorderrädern die mit Schraubenfedern verbunden waren. Hinten verwendete man eine Starrachse.

Das Projekt wurde geleitet von Roy Axe, der sich bewusst beim Design, anders als bei den anderen Rootes-Modellen, beim Avenger am amerikanischen Geschmack orientierte.

Bereits die ersten Entwürfe zeigten eine sogenannte Coke-Bottle-Line, also eine Wölbung über den Hinterrädern, die in die Kofferraumlinie überging.

Als der Wagen im Februar 1970 herauskam, versah die englische Motorpresse ihn mit guten Kritiken für sein Fahrverhalten, das so machen Konkurrenten in den Schatten stellte.

 

Baureihen

Erste Serie

Der Avenger war in den Ausstattungslinien DL, Super und GL zu kaufen. Die Modelle DL und Super waren mit 1250- oder 1500-cm³-Motoren erhältlich, der GL jedoch nur mit 1500 cm³-Motor. Der DL als einfachstes Modell war innen mit Gummifußmatten und einem sehr einfachen Armaturenbrett mit Breitbandtacho ausgestattet. Der Super war etwas besser ausgestattet und hatte Teppiche, Armlehnen, eine Zweiklangfanfare und Rückfahrleuchten, aber immer noch das einfache Armaturenbrett des DL. Die höchste Ausstattungslinie GL besaß zusätzlich Doppelscheinwerfer, einen Hebel zum Öffnen der Kofferraumklappe vom Fahrgastraum aus, Scheibenwischer mit zwei Geschwindigkeiten, gebürsteten Nylonbezug für die Sitze und ein Armaturenbrett mit Rundinstrumenten.

Nicht nur das Design des Avenger war neu, sondern auch seine Motoren und Getriebe, die denen des größeren Modells Hunter entsprachen. Ebenfalls neu war der erste Kunststoff-Kühlergrill in Großbritannien. Der Avenger verkaufte sich trotz der starken Konkurrenz sehr gut.

Im Oktober 1970 wurde der Avenger GT eingeführt. Er hatte einen 1500 cm³-Motor mit Doppelvergaser und ein manuelles Vierganggetriebe oder auf Wunsch eine dreistufige Automatik. Der GT hatte Seitenstreifen an den Türen und Radabdeckungen aus Kunststoff.

Im März 1972 kam der 5-türige Kombi in den Ausstattungslinien DL und Super, ebenfalls mit beiden Motorvarianten. Im Oktober des gleichen Jahres ersetzte der Avenger GLS mit Vinyldach und Sportfelgen den GT.

Ab März 1973 gab es den Avenger zusätzlich als 2-türige Limousinen.

 

Avenger Tiger

Gleichzeitig erschien der Avenger Tiger, dessen Konzept an den Sunbeam Tiger erinnern sollte. 4-türige Avenger Super erhielten die GT-Maschine mit 1,5 Liter Hubraum, die es durch einen neuen Zylinderkopf mit größeren Ventilen und einer Verdichtung von 9,4 : 1, sowie Weber-Doppelvergaser auf 92,5 PS (68 kW) bei 6.100/min. brachte. Die Radaufhängungen wurden verstärkt und die Bremsen, die Hinterachse und das Getriebe des GT übernommen. Die typische Farbgebung dieser Wagen umfasste mattschwarze Motorhauben und Heckabschlussbleche und Seitenstreifen mit der Aufschrift "Avenger Tiger" auf den hinteren Kotflügeln. Es gab aber auch andere Farben. Die Wagen beschleunigten in 8.9 sec. von 0-100 km/h und erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 173 km/h. Das waren bessere Fahrleistungen als beim Ford Escort Mexico, aber der Benzinverbrauch war dementsprechend hoch. Alle Avenger Tiger wurden vom Chrysler Competitions Centre montiert; es entstanden ca. 200 Stück vom Mk. I.

Im Oktober 1972 wurde der Avenger Tiger Mk. II herausgebracht. Diesmal verwendete man die Karosserie des GL-Modells mit Doppelscheinwerfern. Mechanisch entsprachen diese Wagen dem Mk. I, hatten aber keine Hutze mehr auf der Motorhaube und veränderte Sitze und Räder. Von dem nur in gelb und rot mit schwarzen Verzierungen erhältlichen Fahrzeugen entstanden ca. 400 Stück.

 

Zweite Serie

Im Oktober 1973 wurden beide Motoren überarbeitet. Aus der 1,25 ltr. - Maschine wurde ein 1,3 ltr., aus der 1,5 ltr. - Maschine ein 1,6 ltr. Die einfach ausgestatteten Flottenmodelle fielen weg. Die Modelle hießen nun "Avenger 1300", bzw. "Avenger 1600", und alle Ausstattungsvarianten (DL, Super und GLS) waren mit beiden Motorvarianten zu kombinieren und 2- oder 4-türige Limousine oder 5-türiger Kombi erhältlich.

 

Chrysler Avenger

Nach einem Facelift im Jahre 1976, bei dem der Avenger einen neuen Kühlergrill und ein neues Armaturenbrett bekam und die markanten L-förmigen Rückleuchten verlor, wurde der Wagen als Chrysler Avenger vertrieben.

1977 wurde eine Schrägheckvariante als Chrysler Sunbeam eingeführt. Sie wurde auf der verkürzten Bodengruppe des Avenger aufgebaut und sollte als Wettbewerbsfahrzeug in der "Supermini"-Klasse eingesetzt werden. Anfangs gab es drei Motoren: 928 cm³ (vom Hillman Imp abgeleitet), 1300 cm³ (Avenger) und 1600 cm³ (Avenger). Bald gab es auch eine sportliche "Ti"-Version mit 1600 cm³.

Dies war eine Reminiszenz an die Rootes-Marke Sunbeam, deren letztes Modell Rapier kurz vorher eingestellt worden war.

1979 wurde der Chrysler Sunbeam Lotus vorgestellt. Der Wagen wurde zusammen mit Lotus entwickelt und hatte eine 2.172 cm³ - Maschine mit 155 PS (114 kW). Noch vor der Fertigstellung kam die Übernahme durch Peugeot, und so hieß der neue Wagen Talbot Sunbeam Lotus.

 

Talbot Avenger

1978 wurde Chrysler Europe von Peugeot übernommen und 1979 wurden die Modelle Chrysler Avenger und Chrysler Sunbeam dann in Talbot Avenger und Talbot Sunbeam umbenannt. Im Jahre 1981 endete dann die Produktion, und die Fabrik in Linwood wurde geschlossen.

 

Export und Lizenzproduktion

Chrysler wollte aus dem Avenger ein „Weltauto“ machen und vermarktete ihn in den USA als Plymouth Cricket. Klagen der US-amerikanischen Kunden über die Unzuverlässigkeit und Rostanfälligkeit des ohnehin ungeliebten „Kleinwagens“ führten bereits nach zwei Jahren zur Einstellung dieses Modells.

In Australien und in Teilen Europas wurde der Wagen auch als Sunbeam Avenger und als Sunbeam 1250/1500 verkauft. In Südafrika baute man Motoren von Peugeot ein und verkaufte das Ergebnis als Dodge.

Chrysler do Brasil produzierte das Modell von 1971 bis 1980 als Dodge 1500 (1,6 l Hubraum) und Dodge 1800 (1,8 l Hubraum, in Argentinien Dodge 1500M) in leicht abgewandeltem Design mit größeren Stoßfängern, Vierfachscheinwerfern, schlichteren Rückleuchten und größerem Hubraum. Ab 1977 nach einem Facelift im Stil des Chrysler Avenger wurde das Fahrzeug als Dodge Polara bezeichnet. Als Volkswagen 1980 die südamerikanische Produktion von Dodge übernahm, wurde der Name noch bis 1982 beibehalten und mit dem Zusatz „made by Volkswagen Argentina“ versehen. Das letzte Facelift 1982 brachte die Umbenennung des auch als Taxi beliebten Modells in VW 1500 die bis zum Produktionsende 1990 beibehalten wurde.

 

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