Die Entwicklung des Projekt C2 (Horizon)

  1100

Nach einer Laufzeit von ca. 15 Jahren sollte für den Simca 1100 einen Nachfolger entwickelt werden.

Als das C2- Projekt 1974 geboren wurde, hatte sich Chrysler Europa das Ziel verfolgt, ein europäisches Auto zu erstellen. Dieses Fahrzeug sollte auch in Amerika absetzbar sein.

Anfang 1974 erstellte Chrysler Europa verschiedene Projekte, um die Form des neuen Fahrzeuges festzulegen. Diese Projekte wurden jeweils bei Simca in Frankreich sowie bei Rootes in Großbritannien durchgeführt. Marktforschungen ergaben das die Kunden sich einen fünftürigen Wagen mit 2 Volumen wünschen. Gerechtfertigt wurde die Wahl, wegen der  vielfältige Verwendung solch eines Modells, dank der großen Heckklappe.

Der C2 sollte daher folgende Kriterien beanspruchen: Rund 4 m Länge, 5 Sitze, 4 Türen einschließlich Heckklappe. Hubraum 1100 und 1300 ccm, Vorderradantrieb, unabhängig gefederte Räder. Die europäische Generaldirektion akzeptierte dieses Projekt. Dafür begannen die Styling- Arbeiten, und die Programm- Etappen für die Konstruktion des Modells wurden festgelegt.

C2

Am 12. August 1974 wurde der erste Leistungs- Katalog für den neuen Wagen fertig gestellt. Im Oktober 1974 erfolgte die Vorstellung der anhand von Skizzen erarbeiteten Modelle. Die Genehmigung des > Euro Modells <  des neuen Wagens kam im Dezember 1974. Am 21. April 1975 begann die gemeinsame Entwicklungsarbeit zwischen Europa und den USA an

C2

einem Modell- Projekt, das den Erfordernissen beider Märkte entsprechen sollte. Eine Arbeitsgruppe von 20 verantwortlichen Technikern von Chrysler Europa hielt sich acht Monate lang in Detroit auf, um ihre Ideen mit jenen der Techniker von Chrysler USA zu konfrontieren.

 

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Im November 1975 wurden die >>Ton Modelle << beider Versionen fertig gestellt. Das endgültige Aussehen stand ab diesen Zeitpunkt fest: das Styling ist bei beiden praktisch gleich.

Am 4. Februar 1976 war das wichtigste Datum, an dem das >> Master - Modell << endgültig abgenommen wurde. Damit begannen die Studien für die Produktaufnahme und die Herstellung der Werkzeuge.

 

Von der Aufnahme der Serienproduktion des Wagens, der den Namen Horizon bekam, wurden 360 Exemplare in einer echten Miniatur- Fabrik auf einem Fliessband hergestellt, wobei die Arbeitsvorgänge dem normalen Produktionsablauf unter Verwendung von Serien- Werkzeugen entsprachen.

- Juli bis August 1977: Vorproduktion von 10 Horizon  -  - Oktober 1977: Vorproduktion von 50 Wagen - November 1977: 300 Wagen

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Die Wagen wurden auf Herz und Nieren  geprüft, Dauer getestet, stundenlang gefahren bei allen Wetterlagen. Auch mussten sie sich bei Crash - Versuchen bewähren.

Am 2. Januar 1978, am Ende der sechs Monate dauernden Vorproduktionsphase, begann die serienmäßige Fertigung des CHRYSLER SIMCA HORIZON. Dank der Vorproduktion konnte die Serienfertigung mit einem am Produkt und Werkzeug geschulten Personal gestartet werden. Für den Käufer ergeben sich daher beste Qualitätsbedingungen, und die Produktionszahlen konnten nach Beginn der Serienfertigung rasch gesteigert werden: 40 Wagen am ersten Tag, 782 Autos pro Tag in weniger als einem Monat und 917 Autos nach zweieinhalb Monaten. Für 1978 würde eine Produktion von 208000 Horizon  vorgesehen, davon sind rund 55 Prozent für den Export bestimmt.

 

 

23 Monate nach der Genehmigung des >> Master- Modells << lief schließlich  der erste serienmäßige Horizon von Band.

 

Im September 1977 würde der Chrysler Simca Horizon auf der IAA  Frankfurt erstmalig für den Deutschen Markt vorgestellt, im Dezember 1977 die ersten Horizon in Deutschland den Markt angeboten. Im darauf folgenden Jahr 1978 wurde der Horizon zum Auto des Jahres gewählt. Die Sommer des Jahres 78 wurden die europäischen Töchter von Chrysler, durch den PSA Konzern aufgekauft. Und 1979 wurde die Firma in TALBOT umgetauft und der CHRYSLER SIMCA HORIZON hieß ab dann bis zu Ende seiner Produktion 1986 TALBOT HORIZON.