PSA Projekt Minivan = Peugeot 806

   

     

Bericht aus der Autobild Nr. 37 vom 12.09.1988

 

Bereicht aus der Auto-Illustrierte (Schweiz) von 07/1989

Letztendlich wurde aus dem Minivan-Projekt eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Fiat-Konzern.

Das Projekt bekam den Namen Eurovan:
Eine Gemeinschaftsproduktion zwischen dem französischen PSA- und dem italienischen Fiat-Konzern: Im Peugeot-Werk Sevel/Nordfrankreich entstanden an einem Fließband vier technisch baugleiche Vans – der Peugeot 806, der Citroen Evasion, der Fiat Ulysse und der Lancia Zeta – genannt die Eurovan-Familie. Die erste Generation wurde von 1994 bis 2003 gebaut. Mit gleicher Plattform, identischem Aufbau, Schiebetüren als Zugang in die zweite und dritte Reihe und gleicher Technik. Nur Front und Heck zeigen die typischen Markenkennzeichen.
2003 kam die neue Generation auf den Markt.  Peugeot 807, der Citroen C8, der Fiat Ulysse und der Lancia Phedra  sind die Vertreter der 2. Generation.

 

 

  Das Projekt Minivan

 

1978 als Nachfolger für den Matra Rancho angedacht, brachte Philippe Guédon (technischer Leiter bei Matra) die Idee eines Minivan aus den USA mit. Guédon beauftragte den Designer Antoine Volanis mit dem Entwurf eines solchen Fahrzeugs. Bereits kurze Zeit später, 1979, stand der erste fertige Prototyp entrichtet auf der Plattform des Simca 1308, in den Hallen von Matra: Vom gut vier Meter langen so genannten "P16" gab es sowohl eine Karosserie als auch eine noch recht konventionelle Interieurstudie. Der parallel entwickelte, um 16 Zentimeter kürzere Prototyp „P17” wurde angesichts des zu kleinen Innenraums schnell „ad acta” gelegt.

1981 stellte Matra das neue Projekt "P18", nun dem PSA Management vor. Der P18 wurde auch entrichtet auf der Talbot Solara Plattform und es wurden viele Komponenten aus dem Talbot Teile-Sortiment verwendet. Dem PSA Vorstand widerstrebte es aber,  ein Konzept zu genehmigen, das außerhalb der PSA-Organisation entwickelt wurde.

Die Ingeneure von Matra, arbeiten trotzdem weiter und stellten dann den PSA Leuten das neue Projekt P20 vor. Diesmal errichtet auf der Plattform des schon fertig entwickelten Citroen BX. Der Vorstand lehnte abermals ab, und meinte so ein Fahrzeug lasse sich in Europa nicht verkaufen. ( Diese Entscheidung wird vermutlich noch heute bereut.) Nun standen die Matra Leute da, das einzige was Ihnen dann übrig war, das Projekt einem anderen Hersteller z vorzuschlagen. Also gestaltete Philippe Guédon das Projekt  auf die Plattform des Renault 18 um (Projekt P23) und verkaufte das Konzept an Renault - das Resultat?

Der Renault Espace Serie 1, Europas ersten gut verkaufenden Minivan.

 

 

P16

 

P17

 

P18

 

P20

P23

 

 

 

 

 

Modell Heuliez

 

PSA U-40

 

 

 

 

Die PSA-Gruppe hatte 1984-85 wieder unzulängliche Betriebsmittel, zur Entwicklung eines Espace-Gegners. Und doch war die Kreation eines solchen Models sehr teuer wenn auch nur wegen der Konkurrenz zwischen den zwei französischen Automobilriesen. Die Tatsache,  das der Vorstand doch entschied, ein solches Auto zu bauen, liegte wohl daran, das vom Espace 1986 über 18 000 Exemplare verkauft wurden.  Man gab der Fa. Heuliez  den Auftrag einen auf dem BX aufgebauten Minivan zu entwickeln. Parallel entwickelte man intern auch einen Prototyp auf Basis des Peugeot 309 (U-40). Die von Heuliez entworfene  Studie, lehnte man ab, da sie zuwenig Platz im Innenraum bot. Das in Eigenregie gefertigte Modell, das zum damaligen Zeitpunkt, als Talbot auf den Markt gebracht werden sollte, bekam auch keinen Segen des Vorstandes.

 

 

 

Es wurde klar, das die Lösung des  Problems  in einem Bündnis mit einem anderen Hersteller liegen könnte, und der Fiat Konzern schien, der richtige Partner dafür zu sein. (Die zwei Firmen hatten in  der Vergangenheit schon öfters kooperiert, sei es z. B.  in  Lateinamerika mit dem Gemeinschaftsunternehmen Sevel, sowie bei den Joint Ventures für die Herstellung von leichten Transportern und den Verkauf dieser über Ihre Händlernetze.


Im Dezember 1988, eröffneten PSA und Fiat eine neue, gemeinsam besessene Firma mit dem Namen  Sevelnord, sowie die dazugehörende neue Fabrik in der Nähe von Cambrai, im Norden von Frankreich.

 

 

Die ersten Skizzen und die Modelle mit 1/5 Skalen von Projekt U60 (auch genannt W10) waren 1987 durchgeführt worden - eins von diesen wird oben gezeigt.

Gegenwärtig arbeiteten dann die Designer von  Peugeot,  Citroën,  Fiat, Lancia und  Alfa Romeo. zusammen an Designstudien, bei denen Sie externe Designstudios wie Italdesign, Pininfarina, Bertone und I.D.E.A miteinbezogen.

 

 

 

 

1987 übernahm Art Blakesee die Leitung des Styling Centers von Citroen , wurde der Abteilung PSA-ArtAvancé  das Projekt U60 übergegeben. Der Entwickler Curt Gwin sollte aus den bereits fertigen Designstudie ein Fahrzeug bauen, das eine größere Verkaufszahl hat als der Espace, nicht zu klein und auch nicht zu groß wäre. Außerdem sollten die verschiedenen Modelle der an dem Projekt beteiligten Automarken ihre eigene Identität haben.

 

 

 

 

 

 

Bis 1989 war die Art des Models fertigestellt worden - eine Übereinstimmung war im Juli dieses Jahres erzielt worden.

Bei PSA führte man in dieser Zeit Marktforschungen durch, ob man das Fahrzeug als TALBOT auf den Markt bringen sollte. Da diese nicht positive ausgingen, entschied man den Wagen jeweils als Citroen und als Peugeot auf den Markt zubringen.

 

Die unterschiedlichen Modelle, bekamen nach ihrer Markenidentität eine passende Front sowie passende Heckleuchten. Die verschiedenen  Versionen kamen dann nacheinander 1994 in den Handel.

Der Peugeot 806, der Citroen Evasion, der Fiat Ulysse und der Lancia Zeta